Kreistagsfraktion
STUTTGARTER-ZEITUNG.DE
Rafael Binkowski, 25.10.2014
Der Kreistag hat ein wenig das Jagdhorn geblasen.
Kreis Böblingen - Der Ärger ist ziemlich hochgekocht. Wie berichtet soll das kreisweite „Einheitsforstamt“ zerschlagen werden, nur noch der kommunale und private Wald soll auf Landkreisebene betreut werden. Der Staatswald bekommt einen eigenen Förster, so fordert es des Kartellamt, um mehr Wettbewerb auf dem Holzmarkt zu erzeugen.
Der Böblinger Kreistag hat nun eine ziemlich scharfe Resolution dagegen beschlossen. Der Landrat Roland Bernhard kämpft für ein Moratorium, eine Auszeit in der Debatte. Denn die Agrarminister wollen bundesweit das Waldgesetz ändern, darauf hoffen die kommunalen Streiter. Doch die Kreisräte haben jetzt den Tonfall noch einmal deutlich verschärft.
Klage gegen das Kartellamt und dessen Ansinnen?
STUTTGARTER-ZEITUNG.DE
Rafael Binkowski, 06.10.2014
Der Rutesheimer Förster Gerhard Scheef muss den Staatswald meiden . . .
Kreis Böblingen - Wie berichtet verlangt das Landeskartellamt, dass der Holzverkauf nicht mehr zentral über die Forstämter und einen landesweiten Vertrieb organisiert wird. Zumindest müssen die Wälder der Kommunen und die des Landes getrennt verwaltet werden – was etwa in Rutesheim zu der absurden Situation führen könnte, dass der Förster Gerhard Scheef die Staatswald-Flecken nicht mehr verwalten dürfte – und ein staatlicher Förster dazu durch sein Revier fahren müsste.
Außerdem könnte eine Entwicklung eintreten, die in Leonberg und Renningen schon Realität ist – die beiden Städte haben nämlich einen eigenen Förster angestellt –, sie betreiben ihr eigenes Forstamt sozusagen. Das wäre dann eine dritte Ebene, das kreiseigene Forstamt wäre in einer schwierigen Sandwich-Position.
Im Umweltausschuss des Kreistages stößt die drohende Zweiteilung der Forstverwaltung auf blankes Unverständnis. Allen voran bei Landrat Roland Bernhard. „Wir sehen die Änderungen mit Sorge“, sagt er. Das lange bewährte „Einheitsforstamt“ funktioniere tadellos, sei ein guter Dienstleister. „Wir müssen den Wald ganzheitlich betrachten“, sagt der Kreischef. Also auch als Naherholungsraum und ökologische Nische.
19.07.2014
PRESSEMITTEILUNG
SPD-Kreistagsfraktion bestätigt Spitze
„Wir haben einen Sitz hinzugewonnen“, so fasste der alte und neue Fraktionsvorsitzende Dr. Tobias Brenner das Ergebnis seiner Partei bei der Kreistagswahl zusammen.
In ihrer konstituierenden Sitzung wählten die sozialdemokratischen Kreisräte ihren bisherigen Fraktionsvorsitzenden Tobias Brenner erneut einstimmig zu ihrem Fraktionschef, ebenso bestätigten sie seinen Stellvertreter Joachim Klenk. Zum neuen Geschäftsführer wurde Thomas Brenner gewählt und zu Internetbeauftragten Gerlinde Hörz und Axel Finkelnburg.
SPD-Fraktionschef Brenner: Ein guter Tag für den Bildungs-Landkreis Böblingen
Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Dr. Tobias Brenner begrüßte, dass das Wissenschaftsministerium den Weg für die geplante Hochschul-Außenstelle der Hochschule Reutlingen frei gemacht hat und der Hochschulstandort Böblingen damit Wirklichkeit werde.
„Seit mehr als zwei Jahrzehnten setzt sich die SPD-Kreistagsfraktion für einen Hochschulstandort im Kreis Böblingen ein. Deshalb stehen wir zum Kooperations-Konzept mit der Hochschule Reutlingen. Auch wenn eine entsprechende Mitfinanzierung eigentlich nicht zu unseren Aufgaben gehört, müssen wir als Landkreis die einmalige Chance ergreifen und uns mit einer auf zehn Jahre begrenzten Mitfinanzierung der Hochschullehrerstellen in Höhe von 230.000 Euro sowie der Bereitstellung der Räume der Akademie für Datenverarbeitung beteiligen,“ so Brenner im Vorgriff auf den Bericht im Kreistag am kommenden Montag.
Im Zusammenhang mit der Genehmigung aller öffentlichen Starterschulen und damit auch der Gemeinschaftsschulen in Döffingen und Sindelfingen durch das Kultusministerium freute sich Brenner über „einen guten Tag für den Bildungs-Landkreis Böblingen“.
Die Verwaltung wird beauftragt, die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass am Beruflichen Schulzentrum Leonberg
1. zum Schuljahr 2012/13 ein einjähriges Berufskolleg für Praktikanten/innen
(1BKSP) und
2. zum Schuljahr 2013/14 eine zweijährige Fachschule für Sozialpädagogik
(2BKSP)
eingerichtet wird.